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Fußballdamen siegen bei den Bataven-Ladies mit 3:2 / B-Juniorinnen mit Spielermangel Drucken
Nachrichten - Damennachrichten und Spielberichte
Geschrieben von: Sepp Weiss   
Montag, den 21. Mai 2012 um 20:47 Uhr

Trotz großer Personalengpässe konnten die Fußballdamen am Sonntag, 20.5., drei Punkte aus Passau von ihrem Gastspiel bei den Bataven-Ladies mitbringen. Schlechter erging es den B-Mädels: beim Nachholspiel gegen den FC Aunkirchen hatte man gerade noch 7 Spielerinnen aufbieten können, die aber trotzdem eine 2:4-Niederlage hinnehmen mußten; für die Partie am Sonntag, 20.5. in Oberkümmering konnte man aber keine Mannschaft mehr stellen.

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Hatte ihre Abwehr diesmal wieder gut im Griff: Kapitän Steffi Sammer                      FOTO: FuPa

Viele Telefonate und SMS den ganzen Sonntagvormittag über waren erforderlich, bis klar war, dass letztlich doch 12 Spielerinnen für das Gastspiel der Damen beim SC Batavia Passau zur Verfügung stünden. Jeweils mit Knieproblemen mußten diesmal Steffi Bürgermeister und Verena Dichtl passen, Sarah Lechner konnte mit verstauchtem Fuß nicht antreten, dazu kommen die Langzeitverletzten. Mit Ausnahme von Angelika Schopf und Susanne Fehrer stand somit die A-Juniorinnen-Meistermannschaft des Vorjahres auf dem Platz – und das gegen die erfahrenen Batavinnen mit einem Altersschnitt von knapp 33 Jahren.

Die Batavinnen legten auch gleich mächtig los und kamen bereits in der 2.Minute mit ihrem ersten Angriff zum 1:0. Nur 4 Minuten später vollendete Corinna Beier aus 18 Metern einen sehr schön vorgetragenen Angriff zum 1:1. Bereits in der 13.Minute die erneute Führung für die Gastgeber, die diesmal bis zur 31.Minute Bestand hatte, ehe Torjägerin Jessi Aulinger auch im 5.Punktespiel in Folge, diesmal sogar mit ihrem (angeblich) schwachen rechten Fuß, erfolgreich war und wiederum ausglich zum Pausenstand von 2:2 nach präziser Vorarbeit von Antonia Höltl. Die Abwehrleistung bereitete, wie schon zuletzt gegen Alkofen, allerdings im ersten Durchgang erneut große Sorgen, weshalb Trainerin Steffi Bürgermeister in der Halbzeit anstatt Pausentee eine ordentliche Gardinenpredigt auftischte.

Dies sollte aber die Wirkung nicht verfehlen: wesentlich konzentrierter trat die Mannschaft im 2.Durchgang in der Defensive auf. Die Batavinnen erarbeiteten sich zwar trotzdem noch einige gute Gelegenheiten, die Abwehr um Steffi Sammer und Torhüterin Kerstin Weiss strahlte nun aber zunehmend Sicherheit aus und ließ keinen Gegentreffer mehr zu. Lisa Schober, Verena Bauer auf den 6er-Positionen sowie Vanessa Klessinger und Angelika Schopf in der 3er-Kette kauften den müder werdenden Batavinnen immer mehr den Schneid ab. In der Offensive sah sich Jessi Aulinger mit permanenter engster Deckung konfrontiert, konnte dabei aber immer wieder Räume schaffen für die nachrückenden Nicki Bürgermeister,  Corinna Beier, Antonia Höltl und die bei ihrem Ex-Verein wie entfesselt aufspielende Susi Fehrer. Nicki Bürgermeister brachte das Team mit einem schönen Linksschuß in der 56.Minute nach feiner Einzelleistung erstmals mit 3:2 in Führung, was gleichzeitig auch bereits den Endstand und 3 Punkte gegen den unmittelbaren Tabellen-Nachbarn in einem spannenden Spiel bedeutete.

Mit diesem Erfolg, trotz des Fehlens der beiden bisher besten Torschützinnen, konnte sich die Mannschaft für die herbe Pleite in der Vorwoche rehabilitieren, holte dabei den 7.Saisonsieg im 13.Spiel und stellt mit 54 Treffern unverändert die zweitbeste Offensive in der Kreisliga Ost. Zum Abschluß der Premierensaison wartet am kommenden Samstag, 26.05., noch ein Schmankerl auf die treuen Fans: der FC Ruderting II tritt um 17 Uhr zum Derby in Kirchberg an. Unvergessen die unglückliche 1:2-Vorrunden-Niederlage mit drei kurios zustande gekommenen Treffern. Die Rudertinger stehen auf dem 2.Tabellenplatz, der in dieser Saison zum direkten Aufstieg in die Bezirksliga berechtigt und haben 3 Punkte Vorsprung auf Verfolger Alkofen, der in seinem letzten Spiel aber als klarer Favorit ins Spiel gegen Egglfing geht. Um Platz 2 abzusichern, benötigt Ruderting auf jeden Fall einen Punkt, der Druck liegt also beim Gegner. Allerdings setzen sich die Personalsorgen fort – fehlen werden zusätzlich die dann verhinderten Jessi Aulinger und Angelika Schopf, so dass es ganz eng wird mit einer kompletten Elf bei unseren Mädels.

Personell noch schlimmer sieht’s bei den B-Juniorinnen aus: beim Nachholspiel gegen Aunkirchen hatte man grade noch ein komplettes Team mit 7 Spielerinnen zur Verfügung, da Angelina Aulinger nach Verletzung ihr Comeback gab und Nicki Bürgermeister von den Damen aushalf. Punkte gab es auch diesmal wieder nicht, Aunkirchen führte Mitte der 2.Hälfte bereits mit 4:0, ehe Nicki Bürgermeister und Elisabeth Bauer mit ihrem ersten Punktspieltor das Ergebnis mit 2:4 erträglich gestalten konnten. In diesem Spiel gesellte sich zu allem Übel auch noch die starke Marina Müller zur bereits langen Verletztenliste und mußte für  am darauffolgenden Sonntag vorgesehene Spiel in Oberkümmering ebenso absagen wie Nicki Bürgermeister und Verena Bauer wegen des Damenspiels in Passau am gleichen Tag. Somit konnte man wegen Spielermangels erstmals überhaupt seit dem 6-jährigen Bestehen der Damen-/Mädchen-Spielgemeinschaft Kirchberg/Otterskirchen zu einem Pflichtspiel nicht antreten. Da man am letzten Spieltag am 17.06. spielfrei ist, beschließt das auf Mittwoch, 30.05. um 19 Uhr vorverlegte Spiel gegen den Tabellenzweiten FC Tittling bereits die Saison für die B-Mädels, die seit dem Frühjahr doch sehr enttäuschend verlaufen ist. Nachdem Gegner Tittling lange Zeit die Tabelle anführte, hat man aufgrund seiner ersten beiden Saisonniederlagen an den letzten beiden Spieltagen den Titelkampf bereits vorzeitig gegen die DJK Grattersdorf verloren. In welcher Form unsere Mädels dagegen halten können, hängt von der personellen Besetzung ab.

In der kommenden Saison steht ein kompletter Neuaufbau bei den B-Mädels an: die 95er-Jahrgänge sind dann nicht mehr spielberechtigt, Aushilfseinsätze von Damenspielerinnen wie diese Saison so häufig von Verena Bauer, Nicki Bürgermeister oder auch Laura Seidl und Antonia Höltl sind dann nicht mehr möglich. Dafür sollen die für die angedachte, aber nicht zustande kommende C-Juniorinnen-Mannschaft eingeplanten Spielerinnen bis Jahrgang 2000 zum Kader um die künftigen Leitwölfe Angelina + Nadine Aulinger sowie Selina Idziok stoßen und tatkräftig mithelfen, unsere Nachwuchskickerinnen gemeinsam wieder auf Kurs zu bringen.