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Die Hüter des Maibaums Drucken
Nachrichten - Vereinsnachrichten
Geschrieben von: Vilshofener Anzeiger - Autorin: Helene Baumgartl   
Samstag, den 30. April 2011 um 08:59 Uhr

Vor allem Vereine pflegen Tradition des Aufstellens−Kalender beschert heuer den idealen Termin
Vor allem Vereine pflegen Tradition des Aufstellens−Kalender beschert heuer den idealen Termin
Besetzt: Ein wachsames Auge auf seinen Maibaum hat das Team des FCO-Fanclubs. Er liegt seit Ostern glatt geschliffen auf einer Wiese in Kading
und wird rund um die Uhr vor Dieben geschützt, versichern (von links) Sandra Ottomanow, 2. Vorstand Stefan Knab, Marlis Preis,
1. Vorstand Josef Kohlbauer, Doris Resch, Christoph Reischl, Christina Reiss, Christoph Lorenz und Michael Mühlbauer
. − F.: Baumgartl

Otterskirchen. In den Startlöchern zum Maibaumaufstellen stehen viele Vereine und Gruppierungen rund um Vilshofen. Weil der 1. Mai diesmal auf einen Sonntag fällt, ist das kommende Wochenende für sie der ideale Termin: Am Freitag oder Samstag wird der Baum gefällt, dann geschmückt und termingerecht zum 1. Mai aufgestellt. Es gibt aber auch risikofreudige Gruppen wie den Fanclub des FC Otterskirchen. Die Mitglieder haben ihren Maibaum bereits in der Karwoche umgeschnitten und ihn damit der Gefahr des Diebstahls ausgesetzt. Denn auch  der gehört zur Tradition. Schön glatt geschliffen wartet der 22 Meter lange Fichtenstamm jetzt darauf, dass er am 1. Mai in Hidring bei Otterskirchen aufgestellt wird. „Der Baum ist rund um die Uhr bewacht“, versichert 1. Vorstand Josef Kohlbauer (25) mit breitem Grinsen und  deutet auf den hellen  Stamm, der in der Wiese neben seinem Elternhaus in Kading liegt. Heuer hat der FCOFanclub seinen Maibaum bisher erfolgreich gegen Diebe verteidigt.
Vor drei Jahren dagegen hatte ein benachbarter Verein den Maibaum gestohlen und nach zwei Wochen unter großem Hallo wieder herausgerückt. „Früher hat die Hidringer Dorfgemeinschaft einen Baum aufgestellt. Diese Tradition wollten wir wiederaufleben lassen“, erklärt  hristoph Reischl (29), warum der vor gut zehn Jahren gegründete Amateur-Fanclub sich des Maibaum-Brauchs angenommen hat. Das Ergebnis: „Es ist eine Mordsgaudi“. Die beginnt schon lange vor dem Aufstellen. Vier Tage lang war das Fanclub-Team mit dem Transportieren,  Entrinden und Glattschleifen des 22-Meter  Stammes beschäftigt. Vielleicht lag es ja auch an den obligatorischen täglichen Grillfeiern, dass die Arbeiten so lange dauerten, schließlich endeten alle Abend mit einem Lagerfeuer. Diebische Freude bereitet Josef Kohlbauer übrigens  Die Herkunft des diesjährigen Baums. Denn den hat ein Bekannter aus Stetting gestiftet − als Wiedergutmachung dafür, dass er im vorigen Jahr nicht wie versprochen auf den Baum geklettert ist. „Er hat den Baum für uns aus seinem Wald Die Hüter des Maibaums Vor allem  Vereine pflegen Tradition des Aufstellens−Kalender beschert heuer den idealen Termin herausgeschnitten und jetzt versucht er ihn uns ständig zu stehlen. Acht Mal war er schon da, aber das schafft er nicht“, lacht 2. Vorstand Stefan Knab. Noch zwei Nächte müssen die Wachen  durchhalten, bis der Baum am Sonntag um 14 Uhr beim „Hansirglbauer“ in Hidring aufgestellt wird. Eine Woche später, am Samstag, 7. Mai, steigt dort dann das große Maibaumfest, bei dem dann ganz sicher jemand den Baum erklimmen wird: Der MaibaumkraxlerMax Sterzl aus Passau.